Das Wort und die Tatsachen

Elisabeth Schrattenholzer:
Das Wort und die Tatsachen
oder
Was nehme ich, wenn ich wahrnehme?
Ein Plädoyer für entzerrte Wahrnehmung ausgehend von Beispielen aus der Literatur und Literaturgeschichte

„Sprache ist Kenntnis, Sprache ist Ausdruck, Sprache ist in hohem Maß Kommunikation. Sprache ist Zugriff auf die Wirklichkeit. Sie wird aber auch als Täuschungsmanöver verwendet, als Mittel zur Unterdrückung, zur Verachtung von Menschen und Realität und sogar zum Verhindern von Kommunikation. – Ausgehend von literarischen Texten spürt das Werk der Sprache nach und deckt verborgene Absichten im Sprachgebrauch auf. Es lädt ein zur Sichtung der gemeinsamen Sprache und zum Anerkennen der je eigenen Wahrnehmung. Aus der kompromisslosen Analyse ergeben sich nützliche und handhabbare Kriterien für den persönlichen und allgemeinen Gebrauch.“

Meinungen und Kommentare:

Christa Wolf zu „Das Wort und die Tatsachen“

… um mich bei Ihnen zu bedanken und Ihnen zu sagen, wie mich Ihr Buch fasziniert und daß ich es weiter lesen werde. […] Ihre Analyse der Wirkungsgeschichte von der „Widerspenstigen Zähmung“ ist großartig und zeigt in voller Kraft Ihre Fähigkeit, sprachliche Gebilde und deren Wirkung mit neuen Augen zu sehen, und das ist für mich die anregendste Wirkung, die von Ihrem Buch ausgeht […].

In einem persönlichem Schreiben vom 15. Juli 1994

Waltraud Kern zu „Das Wort und die Tatsachen“

Seit langem habe ich kein Buch mehr mit so viel Vergnügen gelesen wie dieses bis hin zur Analyse von „Der Widerspenstigen Zähmung“, wo mir das vor vielen Jahren im Theater bereitwilligst gelachte Lachen noch nachträglich im Halse stecken blieb und ein unangenehmes Würgen heraufbeschwor: Es war das Gewahrwerden der Situation der Frau im Patriarchat, die, sich selbst verleugnend, gelernt hat mit den Wölfen zu heulen, […] es machte betroffen und aufmerksam auf viele Mechanismen, die oft im Verborgenen bleiben, und dies ist das durchgängige Anliegen des Buches, […] das mindestens ins Handgepäck einer jeden Feministin, aber nicht nur für solche eine sinnvolle Lektüre wäre! Die Analyse von Texten, Metaphern und anderen Sprachfiguren, die aufdecken „was (und wie) wir etwas nehmen, wenn wir wahrnehmen“ und in welcher Weise „das Wort und die Tatsachen“ auseinander klaffen, um den Status quo der Männerherrschaft zu erhalten, ist sehr präzise – und wirkt nachhaltig.

Sachbuch:

Elisabeth Schrattenholzer
Das Wort und die Tatsachen oder Was nehme ich, wenn ich wahrnehme?
Ein Plädoyer für entzerrte Wahrnehmung ausgehend von Beispielen aus der Literatur und Literaturgeschichte
.

Reihe Frauenforschung, Band 20; B. Neuwirth (Hrsg.), Wien 1993.

Milena Verlag (früher: Wiener Frauenverlag)
ISBN 978-3-900399-70-2
€ 17,90

Merken