… und Jesus war eine Frau

„… und Jesus war eine Frau“

Roman

Elisabeth Schrattenholzer

Wien 2012.

http://www.septime-verlag.at/

ISBN 978-3-902711-14-4

 

Warum heißt der Roman „… und Jesus war eine Frau“?

Diese Frage lässt sich nur mit dem gesamten Roman beantworten. Zwei Punkte aber sind vorrangig:

  • Petra, die junge Hauptperson des Romans, hat es während einer Reise so erlebt: Jesus war eine Frau.
  • Ein Teil der Ereignisse findet vor 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Israels und Jordaniens statt. Dort gab es machtvolle Göttinnen und daher selbstverständlicheren Respekt für Frauen als uns hier und heute auch nur vorstellbar ist. Mit dem Satz „… und Jesus war eine Frau“ kann spürbar werden, was den Frauen seit Jahrhunderten an Wertschätzung vorenthalten wurde und wird. Petra vermittelt das auch mit einem Satz ihrer Lieblingsautorin: „Der größte Schaden, den der Monotheismus angerichtet hat, ist die Göttinlosigkeit.“

Inhalt

Was ist Wirklichkeit, wenn zwei Menschen eine gemeinsam verbrachte Nacht so unterschiedlich beurteilen wie Petra und Thomas? War es eine „Nummer“ oder war es liebevolle Gemeinsamkeit?

Petra kämpft darum, verstanden zu werden. Sie will sich von Thomas akzeptiert wissen, so wie sie ist. Zu ihrer persönlichen Sicht von Sexualität fügt sie auch gleich ihr jordanisches Reisetagebuch hinzu, wo es um Erlebnisse ganz anderer Art geht.

Franz Kafkas „Brief an den Vater“ erreichte seinen Adressaten nie. Ob Petras Brief an den Freund seinen Adressaten erreicht, das bleibt offen.

Zur Form des Romans

Konträr zu gängigen Erzählformen beginnt der Roman mit geballter Wut. Petra will nicht „enthört“ werden, wie sie das mit einem Wort ihrer Lieblingsautorin bezeichnet.

Dem ruhigen Beginn der Reise im mittleren Teil folgen dann die machtvollen Bilder von Petras Erlebnissen in Petra.

Aus der subjektiven Begegnung mit Worten, Bildern und Situationen entsteht eine Art „Multirealität“ – und Spannung!